Mitteilungen für die Presse


Start einer bundesweiten Initiative
Klinische Studien in der Augenheilkunde: Chance für Patientinnen und Patienten Motor für medizinischen Fortschritt

München, März 2026 – Anfang Februar ist die Social-Media-Kampagne „Für mehr Sehen. Entdecke das Potenzial klinischer Studien.“ gestartet. Mit der Initiative möchten die DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. und ein breites Bündnis aus Forschung, Industrie und Patientenorganisationen über die Inhalte, die Abläufe und die Bedeutung klinischer Studien informieren. Die Kampagne soll zudem aufzeigen, welche Chancen eine Teilnahme für die Patientinnen und Patienten bietet. Denn neue Behandlungen gelangen nur dann in die Versorgung und zu den Betroffenen, wenn ihre Wirksamkeit und Sicherheit zuvor in Studien eingehend geprüft wurden. Gleichzeitig können Studienteilnehmende selbst profitieren – etwa durch eine enge medizinische Begleitung, den Zugang zu innovativen Therapien und strukturierte Untersuchungen.

Klinische Studien sind ein zentraler Bestandteil moderner Medizin. Mit ihnen prüfen Forschende, ob neue Behandlungsverfahren wirksam sind und sicher angewendet werden können. Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, können neue Therapien in die reguläre Versorgung aufgenommen werden. „Ohne klinische Studien gibt es keinen gesicherten Fortschritt“, betont Professor Dr. med. Katrin Lorenz, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft DOG-AG Klinische Studienzentren in der DOG. „Nur wenn neue Ansätze geprüft und bestehende Therapien unter klar definierten Bedingungen weiterentwickelt werden, können Patientinnen und Patienten langfristig davon profitieren“, erläutert die Oberärztin und Leiterin des Klinischen Studienzentrums an der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz.

Teilnahme als Schlüssel zur Umsetzung

Damit klinische Studien durchgeführt werden können, braucht es jedoch ausreichend Teilnehmende – nur so lassen sich belastbare Aussagen zur Wirksamkeit und Sicherheit neuer Verfahren treffen. „Die Bereitschaft zur Teilnahme ist entscheidend“, erklärt Dr. med. Tobias Peters, Sprecher der DOG-AG Klinische Studienzentren und Leitung der Studienzentrale Auge und Ohr am Universitätsklinikum Tübingen. „Wenn nicht genügend Patientinnen und Patienten mitwirken, können wichtige Fragestellungen nicht beantwortet werden.“ 

Probanden erhalten gründliche Betreuung

Für Studienteilnehmende kann der Einschluss in eine Studie große persönliche Vorteile bieten. „Sie werden im Rahmen der Studie regelmäßig untersucht und medizinisch auf höchstem Niveau begleitet“. Gleichzeitig leisten Probanden einen Beitrag dazu, neue Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. „Wer an einer Studie teilnimmt, hilft dabei, den wissenschaftlichen Fortschritt voranzubringen und zukünftige Therapien möglich zu machen“, sagt Dr. med. Peters. Interessierte fragen am besten nach, welche Studien an nahegelegenen Augenkliniken laufen und ob sie die Einschlusskriterien erfüllen. 

Breites Bündnis für mehr Aufmerksamkeit

Die Kampagne, die im Internet, auf Instagram und Facebook läuft, geht von der Arbeitsgemeinschaft DOG-AG Klinische Studienzentren aus. Innerhalb dieser Arbeitsgemeinschaft hat sich ein Bündnis aus Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft, von Patientenorganisationen und der Industrie zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist es, die Aufmerksamkeit für klinische Studien zu erhöhen und verständlich über deren Ablauf und Bedeutung zu informieren. „Wir verfolgen ein gemeinsames Anliegen: den wissenschaftlichen Fortschritt in der Augenheilkunde zu stärken“, sagt Lorenz. Die DOG-AG Klinische Studienzentren koordiniert die Umsetzung der Kampagne.

Weitere Informationen und zur Website und den Social-Media-Kanälen: 

Website:

fuer-mehr-sehen – Entdecke das Potential klinischer Studien

Instagram

Facebook

Über die Kampagne

Der Arbeitsgemeinschaft DOG-AG Klinische Studienzentren in der DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft ist es ein wesentliches Anliegen, die Forschung in der Augenheilkunde und damit den wissenschaftlichen Fortschritt zu fördern. Klinische Studien spielen dabei eine Schlüsselrolle, denn bei diesen Forschungsvorhaben wird die Wirksamkeit und Sicherheit neuer Behandlungsverfahren geprüft.

Ohne klinische Studien können Patientinnen und Patienten nicht vom wissenschaftlichen Fortschritt profitieren und es kämen keine neuen Behandlungen in die Versorgung.

Entscheidend für die Umsetzung von klinischen Studien ist es, dass ausreichend Patientinnen und Patienten teilnehmen. 

Im Rahmen dieser Arbeitsgemeinschaft hat sich ein breites Bündnis aus Vertretern der Wissenschaft und Industrie gebildet, das genau dieses Anliegen, nämlich die Awareness für klinische Studien zu steigern, vorantreibt.

Da alle das gleiche Interesse verfolgen, nämlich den wissenschaftlichen Fortschritt zu stärken, koordiniert die DOG-AG Klinische Studienzentren die gemeinsame Umsetzung der Kampagne.

Bei Veröffentlichung Beleg erbeten.

Für Pressekontakte wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der DOG

Lisa Ehlentrup-Roth

Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel: 0711 89 31 833

roth@medizinkommunikation.org

Unterstützer der Kampagne:
Achromatopsie Selbsthilfe e.V.
AbbVie Deutschland GmbH & Co.KG 
Bayer Vital GmbH 
Boehringer Ingelheim International GmbH 
Bundesverband Glaukom-Selbsthilfe e.V. (BvGS)
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)
Deutsche Uveitis-Arbeitsgemeinschaft (DUAG) e.V. 
i.com medical GmbH
OkuVision GmbH 
Pro Retina Deutschland e.V. 
Retina Plus e.V. 
Roche Pharma AG 
Rühling Stiftung
Santen GmbH 
Ursapharm Arzneimittel GmbH